08.02.2023 / Uhrzeit: 16:00 - 19:00

Teil 2.:

Teil 3.:

Teil 4.:

Ruhe hilft weiter – „Hier bist Du sicher!“ Pädagogischer Umgang mit traumatisierten und gestressten Schülerinnen & Schüler

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Thema: Stress im Unterricht

Durch Corona, die Klimakatastrophe, den Ukraine-Krieg und die Wirtschaftskrise ist die Welt erheblich unsicherer geworden. Das wirkt sich direkt auf das vegetative Nervensystem unserer Schüler*innen aus. Viele kommen schon „vorgestresst“ in die Schule – entweder im Kampf-Flucht-Zustand oder im Rückzug. In beiden Zuständen sind sie nur bedingt lernfähig und zu sozialem Verhalten in der Lage. Traumatisierte Schüler*innen stecken in einem der beiden Stresszustände fest und haben zusätzlich noch mit Trauma-Folgen zu kämpfen wie Flashbacks. Stresszustände von Schüler*innen haben Auswirkungen auf uns Lehrkräfte: Sie belasten unser Nervensystem und verringern den Lernerfolg.

Lösung: Stressabbau und Förderung der Selbstregulation

Selbstregulation ist die Fähigkeit unseres vegetativen Nervensystems, in angemessener Zeit Stresszustände zu überwinden und in einen stressfreien Zustand zurückzukehren. Dies ist für den Lernerfolg wichtig, weil in Stresszuständen u. a. Gehirnareale für komplexes Denken deutlich schlechter funktionieren. Damit ist die Förderung der Selbstregulation ein relevanter Schlüsselfaktor für den Schulerfolg und im späteren Leben (Dunedin-Studie). Gestresste und stressfreie Schüler*innen profitieren davon: Sie können konzentriert und kreativ lernen. Selbstregulation ist eine Selbstkompetenz, die nicht von selbst kommt. Zu deren Entwicklung benötigen unsere Schüler*innen die Unterstützung (Co-Regulation) von uns Lehrkräften.

Realisierung: Neue effiziente pädagogische Werkzeuge des Körperorientierten Unterrichts   

  • Neues Wissen über die neurophysiologischen Grundlagen des Unterrichts und über Traumata
  • Tools zum Aufbau einer Atmosphäre von Sicherheit und zum Umgang mit Flashbacks
  • Körperübungen zur Stabilisierung der Körpergrenzen, zur Erdung und zum Halten von Erregung
  • Einfache, medizinisch fundierte Atem- und neurogymnastische Körperübungen zur Selbstregulation
  • Die Fähigkeit zur Co-Regulation, d. h. zur Beruhigung unserer Schüler*innen durch die Ruhe, die wir ausstrahlen. Das setzt voraus, dass wir Lehrkräfte starke Nerven im Schulalltag haben

Win-Win-Situation

Die Förderung der Selbstregulation bietet Schüler*innen mehr Motivation beim Lernen, die Erfahrung von Selbstwirksamkeit und einen größeren Lernerfolg. Sie verschafft uns Lehrkräften eine deutliche Entlastung beim Unterrichten, weil wir nicht mehr gegen Gehirn und Nervensystem unterrichten, sondern angepasst an diese Systeme. Sie verringert unsere Gesundheitsbelastung und erhöht die Freude im Beruf.

Organisatorisches

  • Die Fortbildung eignet sich für Lehrkräfte aller Schulformen
  • Vorkenntnisse in Körperarbeit nicht erforderlich
  • Bitte bequeme Kleidung tragen und Schreibzeug mitbringen

Datum / Uhrzeit:

08.02.2023, 16:00 - 19:00 Uhr

Datum / Uhrzeit (2. Teil):

, - Uhr

Datum / Uhrzeit (3. Teil):

, - Uhr

Datum / Uhrzeit (4. Teil):

, - Uhr

Veranstaltungsart:

Online

Veranstaltungsort:

Digital

Referent/in:

Horst Hofmann
Mathematik- und Physik-Lehrer, Qigong-Lehrer, Weiterbildung in Formativer Psychologie , Dozent für Körperorientierte Pädagogik. Autor von ca 50 Fachartikeln, Moderator von Lehrerfortbildungen für die Bezirksregierung Düsseldorf, OPUS NRW und BuG

Referent/in:

Referent/in: